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Beim Surfen hinterlässt jeder Nutzer einen digitalen Fingerabdruck im Netz. Dieser entsteht automatisch, einfach indem jeder Browser und jedes benutzte Gerät, vom Pc über das Smartphone bis zum Fernseher, beim Aufruf einer Webseite eine Reihe von Daten ins Internet sendet, z.B. Informationen über die Auflösung und Farbtiefe des Displays, aber auch die Versionsnummer des Betriebssystems sowie installierte Schriftarten und Miniprogramme wie JavaScript. Das macht jeden Rechner einzigartig und – ähnlich eines Fingerabdrucks – identifizierbar. Die Wiedererkennungsquote liegt bei 90 Prozent.

Digitalen Fingerabdruck reduzieren

Verhindern kann man das nicht. Es gibt jedoch Methoden, den digitalen Fingerabdruck zumindest zu reduzieren:

  • Haushaltsgeräte, Fernseher und Co. nur für Software-Updates mit dem Internet verbinden. Verbindung anschließend wieder trennen.
  • Javascript abschalten – allerdings sind viele Webseiten dann nicht mehr oder stark eingeschränkt nutzbar.
  • Smartphones benutzen: Durch die geringeren Einstellungsmöglichkeiten ist ein einzigartiger Fingerabdruck unwahrscheinlicher.
  • Nutzung des „gewöhnlichsten“ Systems: Firefox in der aktuellsten Version auf dem neuesten Windows-Betriebssystem.
  • Cookies deaktivieren

Weitere Tipps

Weitere Tipps und Informationen, wie der digitale Fingerabdruck entsteht, wie er genutzt wird und wie man ihn reduzieren kann:

Autor

Robert Hartl

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