Automatisierte Programme durchforsten das Internet z.B. auf Impressum-Seiten, in sozialen Netzwerken oder Foren nach personenbezogenen Daten wie der E-Mail-Adresse. Die darauf folgenden Spam-E-Mails sind nicht nur nervig, sondern in Deutschland theoretisch illegal. Was nicht heißt, dass wir vor Spam-Mails geschützt werden, die im Ausland versendet werden. Doch man kann diesem Datenmissbrauch vorbeugen.

Maßnahmen zum Schutz vor Spam

  • Regelmäßig Updates des Betriebssystems durchführen
  • Schutzprogramme für Virenschutz und Firewall installieren
  • Spam-Filterprogramme einsetzen
  • Nicht auf Werbemails antworten, sondern diese ungelesen löschen
  • Alternative E-Mail-Adresse mit verschleierter Identität für Gewinnspiele, Mailinglisten etc.

Wo ist der Unterschied zwischen Werbemails und Phishing-Mails?

Schlimmer als Werbemails sind jedoch Spam-Mails die zu Phishing-Zwecken versendet werden. Dies ist eine Methode, mit der gezielt versucht wird, sensible Daten wie Passwörter oder Kontonummern auszuspionieren oder neuerdings Schadcode (Malware) auf den Rechner zu schleusen, welcher die Festplatte verschlüsselt (die gegen Gebühr entschlüsselt werden kann; so genannte Ransomware).
Die E-Mails werden mit gefälschten Absendern und Betreffzeilen versehen, so dass der Eindruck entsteht, dass sie von Bekannten, Unternehmen oder Banken geschickt wurden. Die tatsächlichen Versender hoffen darauf, dass Empfänger auf die E-Mail reagieren, indem sie beispielsweise angehängte Daten (häufig PDFs, Word-Dokumente) oder Links zu betrügerischen Webseiten öffnen und dort Nutzernamen, Passwörter und Kontodaten angeben.

Maßnahmen zum Schutz vor Phishing

  • In E-Mails generell keine Links anklicken, sondern die betreffende Internetseite separat im Browser direkt selbst eintippen und aufrufen. Manche E-Mail-Programme zeigen auch den eigentlichen Link an, wenn man nur mit der Maus über den Link fährt, diesen aber nicht (!) anklickt.
  • Kontrollieren, ob die eingegebene Internetadresse wirklich der gewünschten Zielseite entspricht.
  • Bei verdächtigen E-Mails
    • auf gar keinen Fall persönliche Daten und Passwörter eingeben!
    • Dateianhänge unbekannter Absender niemals öffnen! (häufige Endungen: .exe, .vbs, .com, .pif, .scr)

Animationsfilm des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zeigt worauf Sie achten sollten

Weitere Informationen zum Thema Spam und Phishing-E-Mails

Autor

Robert Hartl

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