„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“. Entgegen diesem Sprichwort lebt es sich häufig gar nicht ungeniert, wenn der Ruft erst ruiniert ist. Denn dann hat der potenzielle Chef – der eben noch ganz begeistert von Dir war – vermutlich die peinlichen Fotos von der letzten Kegelfahrt im Netz entdeckt. Oder die Traumfrau, die eben noch zum Greifen nahe schien, ist plötzlich wieder weg. Vielleicht hat sie die bissigen Kommentare der Exfreundin im Forum der Verlassenen gelesen. An diesem Punkt hilft nur noch: Versuche zu retten, was noch zu retten ist.
Erfahre hier, wie Du Deinen Ruf im Internet schützen und wiederherstellen kannst!

Online-Reputation – Schlüsselfaktor für Deinen Erfolg

So sieht es aus: Die Informationsbeschaffung über Dich, als zukünftige Arbeitskraft, findet mittlerweile hauptsächlich nur noch über das Internet statt. Dabei verzichtet ein Großteil der Unternehmen sogar vollständig auf die Schaltung von Stellenanzeigen in Print-Medien und verlässt sich bei der Arbeitnehmersuche demnach komplett auf das weltweite Datennetz. Schließlich lassen sich online größere Personenkreise ansprechen – und zwar überregional sowie kosteneffizient – und somit deutlich mehr Bewerber generieren als über herkömmliche Rekrutierungskanäle. Eine US-Umfrage hat ergeben, dass rund 20% der Arbeitgeber bereits virtuelle Netzwerke zum Reputations-Check nutzen. Die Anzahl der potentiellen Arbeitgeber, welche zukünftig darauf zurückgreifen werden, ist steigend.

Vor allem die folgenden Punkte habe sich für die Personaler als relevant herausgestellt:

  • 41 Prozent suchen nach Hinweisen auf Alkohol- oder Drogenkonsum.
  • 40 Prozent interessiert, ob sie dort diskreditierende Fotos in den Profilen finden.
  • 29 Prozent schätzen so die kommunikativen Fähigkeiten ein.
  • 28 Prozent fahnden nach übler Nachrede über Ex-Arbeitgeber oder -Kollegen.
  • 27 Prozent achten auf falsche oder zweifelhafte Qualifikationen.
  • 22 Prozent schrecken unprofessionelle Profilnamen ab.
  • 21 Prozent suchen nach Links, die etwa auf kriminelles Verhalten hinweisen.
  • 19 Prozent achten darauf, ob vertrauliche Informationen des letzten Arbeitgebers preisgegeben werden.

Zugleich gibt es immer mehr Dienstleister, die versprechen, – mehr oder weniger – Deine beschmutzte Weste wieder reinzuwaschen. Hierbei gibt es Anbieter bei denen Du für die Dienstleistung zahlen musst, bei anderen aber ist dies kostenlos. Rechtlich kannst Du nur etwas gegen unliebsam veröffentlichte Einträge machen, wenn diese von Dritten ohne Deine Zustimmung eingestellt wurden – und wenn der Seitenbetreiber bekannt ist. Andernfalls bleibt man auf guten Willen angewiesen.

Informiere Dich hier über die derzeit bekanntesten „Reputationsretter“ und erhalte einen Überblick über diverse Software-Anbieter, Reputations-Dienste und Personensuchmaschinen:

1. Professionelle Reputationsretter

Folgende Anbieter haben sich auf die Wiederherstellung Deines guten Rufes spezialisiert, so genannte Reputationsmanager.

Diese Dienstleister helfen Dir dabei, unbequeme Daten im Internet aufzuspüren. Einige übernehmen gegen zusätzliche Gebühr auch die Aufgabe, für die Entfernung solcher Einträge zu sorgen.

Hilfe bei der Entfernung von unliebsamen Einträgen aus dem Internet versprechen Dir die Macher von „Dein guter Ruf“. Damit Du deren Hilfe in Anspruch nehmen kansnt, musst Du eine monatliche Gebühr von 9,95 Euro zahlen. Dafür starten die Angestellten eine umfangreiche Suche nach persönlichen Daten, Fotos und Videos im gesamten Internet. Du erhältst einen Report mit den ermittelten Fundstellen und Einträgen zu Deiner Person. Das Löschen kostet Dich pro Eintrag 24,95 Euro. Für diesen Betrag kannst Du auch bereits bekannte Einträge „entsorgen“ lassen.

Die Dienste von Webreputation wenden sich an Unternehmen aller Branchen und deren PR-Agenturen, können aber ebenso von Führungskräften und Managern genutzt werden. Sie umfassen Überwachung von Suchbegriffen zu Firmennamen, Produkten, Marken sowie Personen und erfassen dabei nicht nur das „normale“ Internet, sondern auch das von Suchmaschinen nicht erfasste Deep Web, sowie bestimmte Datenbanken. Suchergebnisse werden von Redakteuren bewertet und zusammengefasst. Anschließend bietet Webreputation Lösch-, Korrektur- und Optimierungslösungen an, außerdem auch Maßnahmen zur Rufverbesserung. Positive Einträge sollen dabei schlechte verdrängen, andere sollen möglichst gelöscht werden.

Reputation Defender bietet Dir verschiedene Möglichkeiten zur Kontrolle und Optimierung Deiner eigenen Online-Reputation. Du kannst allein oder unter professioneller Anleitung herausfinden, welche Informationen über Dich im Internet existieren bzw. über Suchmaschinen auffindbar sind. Zudem bietet Reputation Defender einen kostenpflichtigen Service, ungewünschte Informationen für Dich löschen zu lassen. Die Kosten für die Recherche beginnen bei 89€. Für das Löschen Deiner Einträge musst Du etwas tiefer in die Tasche greifen und musst mit 199€ rechnen.

yourreputation24 ist eine Agentur für Online Reputationsmanagement die sich professionell um Deinen guten Ruf im Internet kümmern. Zu deren Kunden gehören zählen – unter anderem namhafte Marken, Versicherungen, Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens. Dieser Anbieter analysiert, optimiert, schützt und überwacht Deine Online-Reputation auf allen Ebenen und Kanälen. Um diesen Diensteister in Anspruch stehen Dir 4 Pakte zur Auswahl. Den Preis für die einzelnen Pakete erhälst du auf Anfrage, jedoch musst du mit mindestens 99€ im Monat rechnen.

2. Überwachungs-Software

Brands Eye ist eine Software, welche sich mit gleich mehrere Paketen an Blogger (Kosten: einen Dollar im Monat), kleinere Unternehmen (95 Dollar/Monat) und Konzerne (350 Dollar/Monat) wendet. Dabei werden sämtliche Erwähnungen der Marke (oder Suchbegriffen) im Netz verfolgt, kumuliert und daraus eine Art Reputationswert ermittelt. Ein Unterscheidungskriterium von anderen Diensten ist, dass der Nutzer die einzelnen Suchtags nach eigenen Kriterien gewichten kann.

Mit Radian6 kannst Du mehrere Schlüsselbegriffe im Netz beobachten. Das Dashboard verfolgt diese automatisch und analysiert, wo diese in Blogs, Microblogging-Diensten, Videos oder anderen Webseiten auftauchen und verfasst daraus einen (grafischen) Bericht.

Sentiment Metrics geht nach dem ähnlichen Prinzip vor, wie alle anderen auch. Dass heißt, Suchbegriffe in Blogs, Foren, Social Networks werden überwacht und am Ende werden daraus Reports erstellt. Diese Berichte unterscheiden allerdings sofort zwischen gutem Feedback, negativem oder neutralem und sind grafisch hübsch aufbereitet, so dass Du sie auch nach Gruppen, Orten, Alter und Geschlecht der Klatsch-Quellen sortieren kannst.

Trackur erstellt einen sogenannten “Monitoring Plan” für Privatpersonen (Kosten: 18 Dollar im Monat), für kleinere Unternehmen (88 Dollar/Monat) und Konzerne (197 Dollar/Monat). Wie bei den anderen Diensten auch, werden dazu vorher festlegte Suchbegriffe permanent überwacht und in einem Dashboard aufbereitet. Interessant ist vielleicht noch: Trackur wurde von einem der führenden Experten für Reputationsmanagement entwickelt: Andy Beal.

3. Personen-Suchmaschinen

Bei Yasni kannst Du Dich kostenlos anmelden und Dein eigenes Profil erstellen und auch pflegen. Bereits auf der Yasni-Startseite sieht man die Suchmaske und darunter den TagCloud, welcher mit den in Yasni am meisten vorkommenden Namen gefüllt ist. Jeder Suchende bei Yasni ist ein/e Unbekannte/r und wenn Du nach jemandem suchst, hast Du die Möglichkeit Dich als diese Person auszugeben oder mit der Suche fortzufahren.
Yasni sucht in allen möglichen Suchmaschinen und Social Networks. Dazu zählen als erstes Google, Online-Telefonauskünfte, Amazon.de, soziale Netzwerke wie Linkedin, MySpace, Xing, Hi5, Netlog, Stayfriends.
Nicht vergessen darf man auch die Suchtreffer aus Google Blogsearch, Bloglines, Technorati usw. Somit werden ziemlich alle wichtigen Infoquellen abgegrast.Yasni bietet eine Browser-Toolbar für Firefox und Internet Explorer sowie ein WordPress-Plugin für die Namensverlinkung in den Blogposts und eine Searchbox. Eigene Blogbeiträge können ebenso in Yasni angezeigt werden. Im Yasni-Blog kannst Du Aktuelles und Neues zu Yasni lesen.

Pipl ist eine Suchmaschine aus dem amerikanischem Raum, aber da die Deine IP-Adresse beim Aufruf der Startseite ermittelt wird, kannst Du vorteilhafterweise gleich innerhalb deines Breitengardes Deine Personensuche betreiben. Im Gegensetz zu Yasni merkst Du, dass an Pipl weiter gearbeitet wurde und wird. Die Seite kommt vom Design recht frisch und modern daher, ganz anders als es bei Yasni der Fall ist. Bei Pipl.com tippst Du den Namen, Vornamen und das Land ein.

Danach werden Dir sehr umfangreiche Suchtreffer angezeigt. Darunter sind mögliche Kontaktdaten aus den Onlineauskünften wie 11880 und Klicktel, Publikationen aus Google Scholar, Profile aus Netlog, Facebook, dem Kommentar-Aggregator Backtype.com.

Des Weiteren werden Webseiten, Blogbeiträge und PDF-Dokumente abgesucht. Es werden Dir auch eventuell Profilbilder aus Facebook und Yasni-Profilen angezeigt. Somit findest Du bei Pipl das, was Du vll. mit anderen Personensuchmaschinen nicht findet.

Fazit

Wenn Du Dir ein paar Grundregeln zu eigen machst, dann wird das Web vom „Rufmörder“ zu einer positiven Referenz für Dich:

  • Verschaffe Dir regelmäßig einen Überblick darüber, welche Daten über Dich im Web zu finden sind.
  • Lasse schädliche und negative Einträge konsequent löschen.
  • Schütze Deine privaten Profile.
  • Lege professionelle öffentliche Profile an.
  • Halte Deine geschäftlichen und privaten Aktivitäten im Web konsequent getrennt.

Generell

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz_im_Internet
  • Hier finden sie allgemeine Informationen, Ausprägungen des Datenschutzes sowie mögliche Gefahren für den Datenschutz im Internet.

  • https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/16.html
  • Hier finden sie eine Übersicht über die verschiedenen Datenschutzgesetze sowie den Pflichten für Webseitenbetreiber, als auch allgemeine Informationen.

  • http://www.computerbetrug.de/anonym-surfen/datenschutz-im-internet
  • Hier erhalten sie 10 nützliche Tipps, damit sie anonym im Internet surfen.

  • https://www.schau-hin.info/extrathemen/datenschutz.html
  • Informationen, die einmal in das Netz gestellt werden, sind kaum mehr zu kontrollieren. Erfahren sie hier, wie sie ihre persönlichen Daten im Internet schützen.

  • http://www.klicksafe.de/themen/datenschutz/
  • Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Internet kein einfaches Thema! Erfahren sie hier nützliche Informationen rund um das Thema Datenschutz.

  • https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/internet-und-datenschutz/
  • Die Nutzung des Internet wirft eine Vielzahl datenschutzrechtlicher Fragen und Probleme auf, beispielsweise wenn es darum geht, personenbezogene Daten z. B. im WWW oder in Newsgruppen zu veröffentlichen. Erfahren sie hier ausführlichere Informationen zum Thema Datenschutz.

News

Empfehlenswerte Links zum Datenschutz im Internet.

Eines darfst Du jedoch nie vergessen: Was einmal im Internet gelandet ist, bleibt auch im Internet!