Datenschutz im Internet - betrifft uns alle

Die meisten Menschen finden Privatsphäre irgendwie wichtig, die wenigsten setzen sich mit dem Thema aber wirklich auseinander.
— Süddeutsche Zeitung

Datenschutz rückt im Internet zunehmend in das Bewusstsein der meisten Nutzer. Galt Datenschutz im Netz früher eher als wirtschaftliches Hemmnis und Netzbremse, so führten zahlreiche Missbrauchskandale und öffentliche Berichterstattung zu mehr Bewusstsein und Sensibilität. Doch die meisten relevanten Unternehmen agieren international und haben ihren Sitz oft in Staaten wie den USA, deren Datenschutz-Standards nicht den europäischen oder deutschen Vorstellungen entsprechen.

Daher ist nicht zuletzt der einzelne Nutzer im Rahmen seiner Anwendungen gefragt, bewusst mit seinen Daten umzugehen und gegebenenfalls 'Altlasten' wieder zu löschen. Um diesen digitalen Fußabdruck geht es auf Datenwachschutz.de. Die Seite soll Nutzer für Datenschutz im Internet sensibilisieren und Hilfestellung geben, Kontrolle über die eigenen Daten wieder zu erlangen.



Online-Reputation - Schlüsselfaktor für Deinen Erfolg

So sieht es aus: Die Informationsbeschaffung über Dich, als zukünftige Arbeitskraft, findet mittlerweile hauptsächlich nur noch über das Internet statt. Dabei verzichtet ein Großteil der Unternehmen sogar vollständig auf die Schaltung von Stellenanzeigen in Print-Medien und verlässt sich bei der Arbeitnehmersuche demnach komplett auf das weltweite Datennetz. Schließlich lassen sich online größere Personenkreise ansprechen – und zwar überregional sowie kosteneffizient – und somit deutlich mehr Bewerber generieren als über herkömmliche Rekrutierungskanäle. Eine US-Umfrage hat ergeben, dass rund 20% der Arbeitgeber bereits virtuelle Netzwerke zum Reputations-Check nutzen. Die Anzahl der potentiellen Arbeitgeber, welche zukünftig darauf zurückgreifen werden, ist steigend.

Vor allem die folgenden Punkte habe sich für die Personaler als relevant herausgestellt:
  • 41 Prozent suchen nach Hinweisen auf Alkohol- oder Drogenkonsum.
  • 40 Prozent interessiert, ob sie dort diskreditierende Fotos in den Profilen finden.
  • 29 Prozent schätzen so die kommunikativen Fähigkeiten ein.
  • 28 Prozent fahnden nach übler Nachrede über Ex-Arbeitgeber oder -Kollegen.
  • 27 Prozent achten auf falsche oder zweifelhafte Qualifikationen.
  • 22 Prozent schrecken unprofessionelle Profilnamen ab.
  • 21 Prozent suchen nach Links, die etwa auf kriminelles Verhalten hinweisen.
  • 19 Prozent achten darauf, ob vertrauliche Informationen des letzten Arbeitgebers preisgegeben werden.

Zugleich gibt es immer mehr Dienstleister, die versprechen, – mehr oder weniger – Deine beschmutzte Weste wieder reinzuwaschen. Hierbei gibt es Anbieter bei denen Du für die Dienstleistung zahlen musst, bei anderen aber ist dies kostenlos. Rechtlich kannst Du nur etwas gegen unliebsam veröffentlichte Einträge machen, wenn diese von Dritten ohne Deine Zustimmung eingestellt wurden – und wenn der Seitenbetreiber bekannt ist. Andernfalls bleibt man auf guten Willen angewiesen.